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Das Theater Trier am Augustinerhof von außen

Theater am Augustinerhof: Großes Haus, Studio und Foyer

Das Große Haus am Augustinerhof: 622 Plätze, Sitzplan-Tipps, Parkhäuser, Bus und Barrierefreiheit – und warum hier am 31.12.2026 der letzte Vorhang fällt.

Spielstätte Am Augustinerhof 1, 54290 Trier

Das Theater am Augustinerhof, Frühjahr 2025. Bild: Berthold Werner , CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Inhalt
  1. Das Große Haus in Zahlen
  2. Sitzplan: Wo sitzt man gut?
  3. Anfahrt mit Bus und Auto
  4. Barrierefreiheit
  5. Theaterkasse
  6. Warum das Haus schließt
  7. Der letzte Abend: Silvester 2026

Wer in Trier „ins Theater“ geht, meint seit 1964 meistens ein Gebäude: das Theater am Augustinerhof, direkt neben dem Rathaus. Hier liegen das Große Haus, das Studio und das Foyer, hier sitzt bisher auch die Theaterkasse. Noch bis zum 31. Dezember 2026 wird im Großen Haus gespielt. Danach schließt das Haus für die Generalsanierung, und das Theater zieht für mehrere Spielzeiten in Ausweichspielstätten.

Diese Seite fasst zusammen, was man für einen Besuch in den letzten Wochen vor der Schließung wissen muss: Sitzplan, Anfahrt, Parken und Barrierefreiheit. Außerdem steht hier, was danach mit dem Haus passiert.

Das Große Haus in Zahlen

Das Große Haus wurde am 27. September 1964 eröffnet, mit Beethovens Ouvertüre „Die Weihe des Hauses“. Es hat 622 Sitzplätze in fünf Preiskategorien und eine Loge. Gespielt werden hier Oper, Ballett mit Orchester, Sinfoniekonzerte und das Weihnachtsmärchen. Das Schauspiel ist mit Beginn der Spielzeit 2026/27 bereits in das neue Wechselwerk umgezogen.

Neben dem Großen Haus gibt es zwei kleinere Räume:

  • Foyer: etwa 100 Plätze. Es wird für Matineen, Publikumsgespräche und das „Theatercafé“ genutzt, bei dem das Team die nächsten Produktionen vorstellt (Eintritt frei, Zählkarten an der Kasse).
  • Studio: eine kleine, variabel bestuhlte Bühne für Jugendstücke, den Jugendclub und Workshops. Die Angaben des Theaters zur Größe widersprechen sich: Einmal ist von „knapp 100 Plätzen“ die Rede, an anderer Stelle von 60 Sitzplätzen.

Sitzplan: Wo sitzt man gut?

Die offiziellen Saalpläne stehen auf der Seite Saalpläne und Preise des Theaters. Es gibt dort zwei Varianten: eine für Musiktheater, Tanz und Schauspiel und eine für Konzerte, bei denen das Orchester auf der Bühne sitzt. Eine offizielle Empfehlung für die „besten Reihen“ gibt es nicht. Ein paar Grundregeln helfen trotzdem bei der Wahl:

  • Oper und Ballett: Bei Produktionen mit Orchester im Graben sitzt man in den mittleren Parkettreihen akustisch am ausgewogensten. Ganz vorne hört man die Instrumente des Grabens sehr direkt und sieht weniger von der Bühnentiefe. Bei Ballett lohnt sich ein leicht erhöhter Platz, weil man dann die Formationen auf dem Bühnenboden besser erkennt.
  • Konzerte: Bei der Konzertbestuhlung spielt das Orchester auf der Bühne. Mittige Plätze geben dann das geschlossenere Klangbild.
  • Preis gegen Sicht: Die Kategorien III und IV kosten oft weniger als die Hälfte der Premium-Plätze. Wer vor allem hören will, etwa im Sinfoniekonzert, spart hier am meisten.
  • Saalplan beim Kauf: Im offiziellen Online-Shop (Reservix) wählt man den Platz direkt im Saalplan. Freie Plätze sind dort farbig markiert.

Mehr zu Preiskategorien, Ermäßigungen und der TheaterCard steht in unserem Ratgeber zu Karten und Tickets.

Anfahrt mit Bus und Auto

Bus: Das Theater ist sehr gut angebunden. Die Haltestellen Rathaus/Stadttheater, Südallee/Kaiserstraße und Karl-Marx-Haus liegen wenige Gehminuten entfernt. Laut Theater fahren hier die Linien 1, 3, 5, 6, 8, 9, 13, 20, 73, 82, 83 und 89.

Parken: Direkt auf dem Augustinerhof gibt es nur wenige Stellplätze, und an Vorstellungsabenden sind sie schnell belegt. Das Theater verweist deshalb auf zwei Parkhäuser der Stadtwerke Trier, die rund um die Uhr geöffnet sind:

Parkhaus Zufahrt Einfahrtshöhe Fußweg
Tiefgarage Viehmarkt Viehmarktplatz 1,90 m ca. 5 Minuten
Parkhaus Europahalle über die Kaiserstraße – ca. 5 Minuten

Die freien Plätze aller Innenstadt-Parkhäuser zeigen die Stadtwerke live auf swt.de. Wer am Wochenende im Advent kommt, sollte mehr Zeit einplanen, weil dann auch der Weihnachtsmarkt Besucher in die Innenstadt zieht.

Barrierefreiheit

Das Große Haus hat Rollstuhlplätze. Ein Personenaufzug führt zum Zuschauerraum, und das Foyer ist barrierefrei. Ein Behinderten-WC befindet sich in der Kassenhalle links neben dem Aufzug. Rollstuhlplätze reserviert man am besten telefonisch beim Kartenservice, damit eine Begleitperson daneben sitzen kann.

Theaterkasse

Der Kartenservice sitzt bis auf Weiteres am Augustinerhof 1. Er ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet, telefonisch unter 0651 / 718 18 18. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Beginn und verkauft nur Karten für die Vorstellung des Abends. Weil das Foyer mit Kasse und Garderobe im Zuge der Sanierung abgerissen wird, soll die Kasse voraussichtlich 2027 ins frühere Bürgeramt im Erdgeschoss des Rathauses ziehen. Ein genaues Datum hat das Theater noch nicht genannt.

Warum das Haus schließt

Das Gebäude ist über 60 Jahre alt. Technik, Brandschutz und Energieverbrauch entsprechen nicht mehr heutigen Anforderungen. Der Trierer Stadtrat hat im Dezember 2025 die Generalsanierung beschlossen. Die Kosten liegen bei 90,5 Millionen Euro zuzüglich jährlicher Baupreissteigerungen. Vorgesehen sind unter anderem ein neues Eingangsportal an der Gerty-Spies-Straße mit Gastronomie und ein eigener Orchesterprobesaal. Baubeginn soll im ersten Quartal 2027 sein, die Fertigstellung ist bis 2030 geplant.

Ein Teil der Arbeiten hat schon begonnen: Die energetische Sanierung des Bühnenturms startete Ende Mai 2026. Deshalb ging das Große Haus früher als sonst in die Sommerpause. Die Spielzeit 2026/27 ist die erste „Interimsspielzeit“. Das Schauspiel spielt im Wechselwerk an der Tufa. Oper, große Ballette und Konzerte ziehen ab Januar 2027 in die Europahalle. Kleinere Formate verteilen sich auf die Europäische Kunstakademie, die Promotionsaula, die Kulturkirche Heiligkreuz und St. Maximin.

Der letzte Abend: Silvester 2026

Die letzte Vorstellung im Großen Haus vor der Sanierung ist das Ballett „Carmina Burana – A Promethean Space Odyssey“ am 31. Dezember 2026 um 19:30 Uhr. Um Mitternacht, so kündigt es das Theater an, „fällt der Eiserne Vorhang“. Wer das Haus noch einmal erleben möchte, findet alle Termine bis Silvester in unserer Übersicht Was ist los in Trier im November und Dezember 2026 und im Spielplan.